KERIM AYTAC PHOTOGRAPHY

Copyright 2010 Kerim Aytac

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Ellipsis Project image featured published in Der Greif Anniversary issue (2012)

Fotografien im Transit: Frankfurter Rundschau, 16.04.2008 by Wilhelm Roth

Galerie Poller in New York presents Kerim Aytac: The Camera Arts Blog, Feb 19, 2008 by Tim Anderson and Tom Gibbons

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16.04.2008
Frankfurter Rundschau
Fotografien im Transit

Wer bei dem Titel "Tokyo Hotel" an den Film "Lost in Translation" denkt, in dem Scarlett Johansson und Bill Murray das Nobelhotel gar nicht mehr verlassen, weil ihnen die Stadt Tokio und das japanische Leben so fremd sind, muss beiden Fotografien von Kerim Aytac umdenken. Sein Hotel ist einfacher, schäbiger, eine Durchgangsstation, und eines der Bilder zeigt nichts als den Plan des Fluchtwegs für den Fall, dass ein Feuer ausbricht. "Hotel" steht hier für das Transitorische, Vorübergehende, Flüchtige, ein Unort, von dem aus man nach außen geht oder zumindest nach außen schaut. Regentropfen auf dem Fenster, Lichtpunkte hinter dem Vorhang, das ist noch so etwas wie eine Verheißung. Draußen sieht man eine verwischte Landschaft oder eine Frau im Kostüm (von einer Fluggesellschaft?), die hastig einen Rolli hinter sich her zieht. Im Zimmer selbst ein Fernseher, mal das Bild einer Frau (aus einem Pornofilm?), mal ein Verkehrsgewirr, oder eine Lampe, die den Raum nicht erhellen kann. Einmal kommt auch der Fotograf ins Bild, aber nur der Schattenriss seines Kopfes, in einem Raum (einer Galerie?), wo einige Gemälde auf der Erde stehen.
Der britisch-türkische Fotograf Kerim Aytac ist 1979 geboren, er hat in London Film und Fotografie studiert. Unter seinen Serien, meist um die 20 Aufnahmen, immer in Schwarz-Weiß, gibt es auch einen schönen, konventionelleren Zyklus über das Alltagsleben in der Türkei. Die Galerie Poller, die "Tokyo Hotel" jetzt in Frankfurt ausstellt, hat diese Serie gerade auch in ihrer New Yorker Dependance gezeigt. In Frankfurt teilt sich Poller neuerdings die Räume mit der auf finnische Kunst spezialisierten Synart Art Gallery, die in ihrer ersten Ausstellung den Zyklus "Turbulent Landscapes" zeigt - schöne farbige Papierarbeiten von Bo Haglund.

Text by Wilhelm Roth